Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nirolaus Nickleby. 63

ſchwungen, um zu einem Schlage auszuholen, nach dem Winkel, wo der Knecht gewöhnlich die Nacht über hingeſtreckt lag. Das Rohr ſank harmlos auf den Bo⸗ den nieder. Es war Niemand da.

»Was ſoll dies bedeuten?« ſagte Squeers, indem er ſich mit bleichem Geſichte umkehrte.»Wo habt Ihr ihn verſteckt?«

»Ich habe ſeit geſtern Abend nichts von ihm geſe⸗ hen,« antwortete Nicolaus.

»Ei,« bemerkte Squeers, der ſichtlich erſchrocken war, obwohl er ſich Mühe gab, einen andern Schein anzunehmen,»Ihr ſollt ihn auf dieſe Weiſe nicht retten. Wo iſt er?«

»Nach allem, was ich weiß, auf dem Boden des nächſten Waſſerpfuhls,« verſetzte Nicolaus mit halblau⸗ ter Stimme, aber dem Schulmeiſter gerade in das Ge⸗ ſicht ſehend.

»Hole Sie der Teufel! Was wollen Sie damit ſa⸗ gen?« erwiederte Squeers in großer Verwirrung. Und ohne eine Antwort zu erwarten, fragte er die Knaben, ob einer unter ihnen etwas von ihrem fehlenden Schul⸗ gefährten wiſſe?

Es erfolgte ein allgemeines Murmeln angſtlicher Verneinung, indem ſich eine feine Stimme vernehmen ließ, die es ausſprach, was alle Andern dachten.

»Lieber Herr, verzeihen Sie, ich denke, Smike iſt weggelaufen.«

»Ha!« rief Squeers aus, der ſich im Augenblicke umkehrte:»Wer ſagte das?«

»Tomkins, Herr Squeers, verſetzte ein ganzer Chor von Stimmen. Saueers ſtürzte ſich in den Haufen und faßte mit einem Griff einen ganz kleinen Knaben der noch mit ſeinem Nachtzeuge bekleidet war, und deſ⸗