Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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60 Nicolaus Nickleby.

Viertes Kapitel.

Nicolaus bringt in die Einförmigkeit von Todtenbuſchhall ei⸗ nige Abwechſelung durch ein äußerſt kräftiges und bemer⸗ kenswerthes Verfahren, welches zu wichtigen Folgen führt.

Die kalte, ſchwache Dämmerung eines Januarmor⸗ gens ſtahl ſich durch die Fenſter des gemeinſchaftlichen Schlafgemaches, als Nicolaus, der ſich eben aufgerich⸗ tet hatte und auf ſeinen Arm ſtützte, unter den hinge⸗ ſtreckten Geſtalten, die ihn auf allen Seiten umgaben, umherblickte, als ob er irgend einen beſondern Gegen⸗ ſtand ſuchte.

Es bedurfte eines ſchnellen Auges, um unter der verwirrten Maſſe der Schlafenden eine beſtimmte Ge⸗ ſtalt zu entdecken. So wie ſie, um der Wärme willen, dicht neben einander gepackt da lagen, mit ihren zuſam⸗ mengeflickten und zerriſſenen Kleidern bedeckt, war we⸗ nig zu unterſcheiden, außer den ſcharfen Umriſſen blaſſer Geſichter, auf welche das düſtere Licht dieſelbe traurige und widerwärtige Färbung goß, und hier und da einem abgemagerten Arm, der aus den Lumpen vorragte. Einige, die mit aufwärts gekehrten Geſichtern und krampfhaft geſchloſſenen Händen auf dem Rücken lagen und in der unvollkommenen Beleuchtung eben ſichtbar waren, trugen mehr das Anſehen von Leichen, als von lebenden Weſen, und Andere waren in ſo ſeltſame und phantaſtiſche Stellungen zuſammengekrümmt, daß man dieſelben eher für die Folge unruhiger Bemühungen hal⸗ ten mußte, durch welche der Schmerz ſich eine vor⸗

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