Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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54 Nieolaus Nickleby.

nur daran zu denken nur daran zu denken, a ußer mit Abſcheu und Ekel.«

Nach dieſer ausnehmend offenen und geraden Er⸗ klärung, die er mit aller der Heftigkeit von ſich gab, die ſeine unwillig erregten Gefühle mit ſich brachten, machte Nieolaus eine leichte Verbeugung und ſchritt weiter, ohne auf eine Antwort zu warten.

Aber das unglückliche Fräulein Squeers! Ihr Zorn, ihre Wuth, ihr Aerger, die ſchnelle Folge von bittern und leidenſchaftlich erregten Gefühlen, die durch ihr Gemüth wirbelten, läßt ſich unmöglich beſchreiben. Ver⸗ ſchmäht! Verſchmäht von einem Unterlehrer, der durch eine öffentliche Anzeige zu einem jährlichen Salair von funfzehn Thalern, zahlbar in unbeſtimmten Perioden, aufgeleſen war, und der in Koſt und Wohnung nicht beſſer, als die Jungen ſelbſt gehalten wurde; und das noch dazu vor den Augen eines kleinen Kätzchens von einer achtzehnjährigen Müllerstochter, die ſich in drei Wochen mit einem Manne verheirathen ſollte, der vor ihr auf die Kniee gefallen war, um ihr Jawort zu er⸗ bitten! Sie hätte in vollem Eruſte an dem Gedanken erſticken können, ſo tief erniedrigt zu ſein.

Nur Eines war mitten in ihrem tödtlichen Ver⸗ druſſe klar, und dies war, daß ſie Nicolaus mit all' der Engherzigkeit und Kleinlichkeit haßte und verab⸗ ſcheute, die eines Sprößlings aus dem Hauſe Squeers würdig waren. Auch fand ſie einigen Troſt, und dieſer lag darin, daß ſie täglich und ſtündlich ſeinen Stolz verletzen und ihn durch irgend eine Vernachläſſigung oder Beleidigung oder Verkürzung ſtacheln konnte, die bei dem gefühlloſeſten Menſchen nicht unwirkſam geblie⸗ ben wäre und die ein ſo empfindlicher Mann, wie Ni⸗ colaus, doppelt bitter fühlen mußte. Dieſe Gedanken