Nicolaus Nickleby. 541
»Guten Morgen,« ſagte Nicolaus, verbeugte ſich und ging vorüber.
»Er geht davon,« murmelte Fräulein Sqaueers;»ich werde erſticken, Tildchen.«
»O, kommen Sie doch zurück, Herr Nickleby,« rief Fräulein Price, die ſich ſtellte, als ob ſie durch die Dro⸗ hung ihrer Freundin beunruhigt würde, in der That aber den malitiöſen Wunſch hegte, zu hören, was Nicolaus ſagen würde;»kommen Sie zurück, Herr Nickleby!«
Herr Nickleby kam zurück, und ſah ſo verwirrt aus, wie er es wohl ſein konnte, indem er fragte, ob die Damen irgend etwas zu befehlen hätten.
»Halten Sie ſich nicht mit Reden auf,« drängte Fräulein Price haſtig,»ſondern unterſtützen Sie ſie auf der andern Seite. Wie fühlſt Du Dich jetzt, Liebe?«
»Beſſer,« ſeufzte Fräulein Squeers und legte ihren röthlich braunen Caſtorhut, von dem ein grüner Schleier herabſiel, auf Nicolaus' Schulter.»Dieſe thörichte Schwäche!«
»Nenne ſie nicht thöricht, Liebe,« ſagte Fräulein Price, deren glänzendes Auge vor Uebermuth hüpfte, als ſie die Verlegenheit des armen Nicolaus ſah;»Du haſt keine Urſache, Dich deshalb zu ſchämen. Die ſollten ſich ſchämen, die zu ſtolz ſind, um ohne alle dieſe An⸗
ſtalten wieder anzuknüpfen.« 1
»Sie ſind entſchloſſen, mich immer damit zu ver⸗ folgen, ſehe ich,« ſagte Nicolaus lächelnd,»obwohl ich Ihnen erſt geſtern Abend geſagt habe, daß es nicht meine Schuld iſt.«
„Da haben wir es; er ſagt, es ſei nicht ſeine Schuld, meine Liebe,« bemerkte das boshafte Fräulein Price. „Vielleicht warſt Du zu eiferſüchtig oder zu voreilig gegen ihn; er ſagt, es ſei nicht ſeine Schuld, das hörſt
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