Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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48 Nicolaus Nickleby.

Geſellſchaft halten ließeſt, liebteſt und auf die angenehmſte Weiſe mit ihm zuſammen wäreſt?«

»Ich weiß nicht, wie das Alles wäre,« ſchluchzte Fräu⸗ lein Squeers.»O, Tildchen, wie haſt Du ſo gemein und ſchändlich handeln können? Ich würde es nie von

Dir geglaubt haben, wenn irgend Jemand es mir geſagt

hätte.«

Lieber Himmel!« rief Fräulein Price kichernd aus; man ſollte ja denken, daß ich wenigſtens Einen ermor⸗ det hätte.

Es war beinahe eben ſo ſchlecht,« ſagte Fräulein Price leidenſchaftlich.

3Und alles dies, weil ich hübſch genug bin, um die Leute höflich gegen mich zu machen,« entgegnete Fraͤulein Price.»Man macht ſich ja ſein Geſicht doch nichzt ſelbſt; und es iſt eben ſo wenig meine Schuld, wenn das mei⸗ nige gut ausſieht, als es die Schuld anderer Leute iſt, wenn ſich dies von dem ihrigen nicht ſagen läßt.«

»Halte das Maul,« ſchrie Fräulein Squeers in ih⸗ rem ſchärfſten und durchdringendſten Tone,»oder Du zwingſt mich noch, Dich darauf zu ſchlagen; und das würde mir hernach doch leid thun.«

Wir haben nicht nöthig hinzuzufügen, daß allmälig die Stimmung der jungen Damen durch den Ton ihrer Unterhaltung einigermaßen berührt wurde, und daß da⸗ durch der Wortwechſel eine ſtarke Beimiſchung von Per⸗ ſönlichkeiten erhielt. In der That ſtieg der Streit von dem geringfügigen Anfange, den er gehabt hatte, zu einer beträchtlichen Höhe und nahm eine ſehr bedenkliche Rich⸗ tung, als beide Parteien in einen reichlichen Erguß von Thraͤnen ausbrachen und zu gleicher Zeit ausriefen, ſie hätten nie gedacht, daß ſie auf eine ſolche Weiſe behan⸗ delt werden würden. Dieſer Ausruf veranlaßte auf bei⸗

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