Nicolaus Nickleby.
rer Freundin Muth einzuſprechen und Stimmung zu verſetzen.
»Nun laß das ſein, Fanny,« verſetzte Fräulein Price. »Ich möchte noch ein Paar Worte mit Dir über den jungen Herrn Nickleby ſprechen.«
»Er iſt nichts für mich,« unterbrach ſie Fräulein Sqaueers, mit allen Zeichen der größten Aufregung.»Ich verachte ihn zu ſehr.«
»Das iſt doch gewiß nicht Deine wahre Meinung? erwiederte die Freundin.»Geſtehe es nur,„Fanny; ge⸗ fällt er Dir nicht mehr?«
Ohne irgend eine directe Antwort zu ertheilen, brach Fräulein Squeers mit einem Male in eine Fluth von boshaften Thränen aus und erklärte, daß ſie ein elendes, vernachläſſigtes, unglückliches, verworfenes Weſen ſei.
»Ich haſſe alle Menſchen,« rief Fräulein Squeers aus,»und ich wünſche, daß alle Menſchen todt wären; das thue ich.«
„Barmherziger Gott,« ſagte Fräulein Price, die durch dieſes Eingeſtändniß menſchenfeindlicher Gefühle ganz bewegt wurde.»Du kannſt doch unmöglich im Ernſte ſprechen?« 88
»Ja, ich ſpreche im Ernſte,« entgegnete Fräulein Squeers, indem ſie feſte Knoten in ihr Taſchentuch knüpfte und die Zähne zuſammenbiß.»Und ich wünſche, daß ich auch todt wäre. Da haſt Du's.«
»Ach, Du wirſt in fünf Minuten ganz anders den⸗ ken,« ſagte Mathilde.»Wie viel beſſer wäre es doch,
ſie in eine heitere
ihn wieder in Deine Gunſt aufzunehmen, als Dir ſelbſt
wehe zu thun, indem Du auf dieſe Weiſe fortfährſt! Wäre es nicht viel hübſcher, wenn Du ihn jetzt ganz für Dich haͤtteſt, mit ihm auf gutem Fuße ſtändeſt, ihn Dir


