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Nicolaus Nickleby.
geſtern Abend hier weggingen, hatte John mit mir einen fürchterlichen Streit.«
»Das iſt mir nicht angenehm,« ſagte Fräulein Squeers, obwohl ſie ein Lächeln nicht unterdrücken konnte.
»Mein Gott! Ich würde nicht ſo ſchlecht von Dir denken, um es für möglich zu halten, daß es das wäre,«⸗ erwiederte die Freundin.»Das iſt es nicht.«
»So?« entgegnete Fräulein Squeers, die wieder in ihre ſchwermüthige Stimmung zurückfiel.»Fahre fort!«
»Nachdem wir lange mit einander gehadert und ge⸗ ſagt hatten, daß wir einander gar nicht mehr ſehen woll⸗ ten,« fuhr Fräulein Price fort,»ſo verglichen wir uns, und dieſen Morgen iſt Johann gegangen und hat unſere Namen niedergeſchrieben, daß ſie nächſten Sonntag zum Erſtenmale von der Kanzel verleſen werden; wir wer den uns alſo in drei Wochen heirathen, und ich gebe Dir gleich Nachricht, damit Du Dir Dein Kleid machen läßt.« 3
In dieſer Mittheilung lag eine Miſchung von Galle und Honig. Die Ausſicht, daß ihre Freundin ſo bald ſich verheirathen ſollte, war die Galle, und die Gewiß⸗ heit, daß ſie keine ernſtliche Abſichten auf Nicolaus hegte, war der Honig. Im Ganzen überwog die Süßigkeit das Bittere bei weitem, ſo daß Fräulein Saueers ſagte, ſie wolle ſich das Kleid machen laſſen, und ſie hoffe, Tildchen glücklich zu ſehen, aber freilich wiſſe ſie nicht, ob dies der Fall ſein würde, und bäte ſie, nicht zu ſehr darauf zu rechnen; denn die Männer wären ſo ſonder⸗ bare Geſchöpfe, und viele verheirathete Frauen wären ſo unglücklich und wünſchten ſich von ganzem Herzen wieder in den ledigen Stand zurück. Dieſen Aeußerungen des Mitgefühls fügte Fräulein Squeers noch einige andere hinzu, die auf gleiche Weiſe darauf berechnet waren, ih⸗


