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Nicolaus Nickleby.
eine Freundin von Ihnen und Allen, aber ſie putzt ſich ſo heraus und bemüht ſich ſo ſehr, bemerkt zu werden, daß— nun gut— wenn ſich die Leute nur ſelbſt ſähen!«
»Was willſt Du damit ſagen, Riekchen?« fragte Fräulein Sqaueers und blickte dabei in ihren eigenen klei⸗ nen Spiegel, in dem ſie, wie die meiſten von nns, nicht ſich ſelbſt ſah, ſondern den Widerſchein irgend eines an⸗ genehmen Bildes in ihrem eigenen Gehirne.»Wie Du ſprichſt!«
»Wie ich ſpreche, Jungfer? Ein alter Kater könnte anfangen, franzöſiſch zu ſprechen, wenn er nur ſähe, wie ſie den Kopf hin und her wirft,« erwiederte das Dienſt⸗ mädchen. 3
»Sie wirft wirklich den Kopf hin und her,« bemerkte Fräulein Squeers mit dem Ausdrucke der Zerſtreutheit.
»So eitel und doch ſo gar— gar einfach,« ſagte das Mädchen.
»Arme Mathilde!« ſeufzte Fräulein Squeers mitleldig.
»Und immer legt ſie es ſo auffallend darauf an, ſich bewundern zu laſſen,« fuhr das Mädchen fort.»Lieber Himmel, es iſt doch wirklich unſchicklich!«
»Ich kann Dich auf dieſe Weiſe nicht fortſprechen laſ⸗ ſen, Riekchen,« ſagte Fräulein Squeers.»Tildchens Ael⸗ tern ſind gemeine Leute, und wenn ſie es nicht beſſer ver⸗ ſteht, ſo iſt es deren Schuld, und nicht die ihrige.«
»Aber das werden Sie doch zugeben Fräulein,“« ſagte Friederike, die ihre Gebieterin in den Stunden ihrer gu⸗ ten Laune mit herablaſſender Kürze Riekchen nannte, „das werden Sie doch zugeben, daß ſie mit der Zeit ein ganz artiges junges Frauenzimmer werden könnte, wenn ſie ſich nur eine ihrer Freundinnen zum Muſter nähme. O, wenn ſie nur wüßte, wie unrecht ſie thut, und wenn ſie ſich nur nach Ihnen richten wollte!«


