Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nieolaus Nickleby. 35

nahm aber keine, weil ich glaubte, daß Sie noch nicht fertig ſein möchten. Ich denke an mancherlei Dinge, daraſi kann mich Niemand hindern.«

»Ach, jetzt verſtehe ich Sie, Herr Noggs,« bemerkte Madame Nickleby.»Unſere Gedanken ſind natürlich frei. Eines Jeden Gedanken ſind ſein eigen, das iſt klar.

»Sie wären es nicht, wenn gewiſſe Leute ihren Wil⸗ len hätten,« murmelte Newman.

»Dann wären ſie es freilich nicht mehr, Herr Noggs, das iſt gewiß wahr,«verſetzte Madame Nickleby.»Solche Leute giebt es wohl; wie befindet ſich Ihr Principal?«

Newman warf einen bedeutungsvollen Blick auf Käth⸗ chen und entgegnete mit auffallender Betonung der letzten Worte ſeiner Erwiederung: Herr Ralph Nickleby ſei wohl und ſchicke Ihnen ſeinen liebevollen Gruß.

»Wir ſind ihm wahrlich ſehr verpflichtet,« bemerkte Madame Nickleby.

»Sehr,« wiederholte Newman.»Ich werde ihm das ſagen.«

Es war nicht ſchwer, Newman Noggs wieder zu er⸗ kennen, wenn man ihn einmal geſehen hatte. Käthchen wurde durch die Sonderbarkeit ſeines Benehmens auf⸗ merkſam gemacht, welches bei dieſer Gelegenheit jedoch, ungeachtet ſeiner abgebrochenen Redeweiſe, etwas Ach⸗ tungsvolles und ſelbſt Zartes hatte; ſie betrachtete ihn daher genauer und erinnerte ſich, daß dieſe ſeltſame Ge⸗ ſtalt ihr ſchon früher vorübergehend in die Augen gefal⸗ len war.

»Entſchuldigen Sie meine Neugierde,« ſagte ſie;»aber habe ich Sie nicht an dem Morgen, als mein Bruder nach Yorkſhire abreiſ'te, bei dem Eilwagen geſehen?«

Newman warf einen ernſten Blick auf Madame

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