Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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32 Nicolaus Nickleby.

in dieſem Geſchäftszweige ihr Glück gemacht haben, ohne Etwas zum Anfange zu beſitzen; und, ſobald man dieſe Vorausſetzung annahm, warum ſollte es Käthchen nicht eben ſo gut gelingen? Fräulein La Creevy, die ein Mitglied der kleinen Rathsverſammlung war, erlaubte ſich einige beſcheidene Zweifel darüber zu äͤußern, ob es auch wahrſcheinlich ſei, daß Fräulein Nickleby in den Grenzen einer gewöhnlichen Lebensdauer zu dieſem er⸗ wünſchten Ziele gelangen würde; aber die gute Dame brachte die Frage mit einem Male zur Entſcheidung, indem ſie erklärte, daß ſie ein Vorgefühl in dieſer Be⸗ ziehung gehabt habe: eine Art von Vorherſehungsgabe, mit der ſie gewohnt war, jeden Beweisgrund ihres ver⸗ ſtorbenen Gatten niederzuſchlagen und den ehrlichen Mann in neun und drei Viertel Fällen unter zehn ge⸗ rade zu der verkehrten Handlungsweiſe zu beſtimmen.

»Ich fürchte, daß es eine ungeſunde Beſchäftigung iſt,« ſagte Fräulein La Creevy.»Ich denke eben daran, daß mir drei junge Putzmacherinnen ſaßen, als ich das Portraitmalen anfing, und ich entſinne mich, daß ſie alle drei ſehr blaß und kränklich waren.«

Ohl das iſt aber auf jeden Fall keine allgemeine Regel,« bemerkte Madame Nickleby;» denn ich erinnere mich noch ſo gut, als wenn es geſtern geweſen wäre, daß ich eine bei mir hatte, die mir beſonders empfohlen war, um mir einen ſcharlachrothen Mantel zu machen; es war zu der Zeit, als die ſcharlachrothen Mäntel in der Mode waren; und dieſe hatte ein ſehr rothes Geſicht, wirklich ein ſehr rothes Geſicht.« »Vielleicht trank ſie,« wandte Fräuleln La Creevy ein..

»Ich weiß nicht, wie es ſich damit verhalten haben mag,« erwiederte Madame Nickleby,»aber ich weiß⸗