Nicolaus Nickleby. 29
tag Morgen um Punkt neun Uhr an. Mamſell Knack, die Aufſeherin, ſoll dann die Anweiſung haben, Sie zuerſt in einigen leichten Arbeiten zu verſuchen. Wünſchen Sie ſonſt noch etwas, Herr Nickleby?«
„Nichts weiter, Madame,“« erwiederte Ralph aufſte⸗ hend.
»So glaube ich, daß das Alles iſt,« ſagte die Dame.
Nachdem ſie zu dieſem natürlichen Schluſſe gekommen
war, ſah ſie nach der Thür, als ob ſie ſich zu entfernen wünſchte, zögerte aber doch noch, weil ſie Herrn Manta⸗ lini die Ehre nicht allein überlaſſen wollte, ſie die Treppe hinunter zu geleiten. Ralph befreite ſie von aller Verle⸗ genheit, indem er ohne Zeitverluſt aufbrach. Madame Mantalini richtete jetzt noch viele anmuthige Fragen an ihn, warum er ſie niemals beſuchte; und Herr Mantalini verwünſchte, während er ſie hinnnter begleitete, die Txeppe mit wunderbarer Geläufigkeit, um Käthchen zu beſtimmen, ſich einmal nach ihm umzuſehen: eine Hoffnung, die in⸗ zwiſchen unerfüllt bleiben ſollte.
»Da!« ſagte Ralph, als ſie auf die Straße angekom⸗ waren,»nun iſt für Dich geſorgt.«
Käthchen war im Begriff, ihm nochmals zu danken, aber er unterbrach ſie.
»Ich hatte den Gedanken,« ſagte er,»Deine Mutter in einer angenehmen Gegend auf dem Lande zu verſorgen«⸗ — er hatte die Verfügung über ein Paar Stellen in ei⸗ nem Armenhauſe an den Grenzen von Cornwall, und dies war ihm mehr als einmal eingefallen—»aber da Ihr zuſammen bleiben wollt, ſo muß ich auf andere Weiſe für ſie ſorgen. Hat ſie noch etwas Geld?«
»Nur ſehr wenig,« erwiederte Käthchen.
„Ein wenig kann weit reichen, wenn es ſparſam


