Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby.. 23

Zimmern beſtand, und eine unermeßliche Mannigfaltigkeit der reichſten Kleider und Stoffe zu Kleidern enthielt, die theils auf beſondern Geſtellen hingen, theils ſorglos auf dem Teppiche ausgebreitet waren, der den Boden bedeckte, theils auf den Sopha's lagen oder auf andere Weiſe mit dem prachtvollen Hausgeräthe der verſchiedenſten Art ſich vermiſchten, das die mit Verſchwendung ausgeſtatteten Gemächer füllte.

Sie mußten hier länger warten, als Herrn Ralph Nickleby angenehm war, der die leichtfertigen Trödeleien um ihn her mit großer Gleichgültigkeit betrachtete und endlich im Begriff war, die Schelle zu ziehen, als ein Herr plötzlich ſeinen Kopf in das Gemach ſteckte, und da er Jemand darin ſah, ihn eben ſo ſchnell wieder zurückzog.

»Holla!« rief Ralph aus.»Wer iſt das?«

So wie Ralphs Stimme erſchallte, erſchien der Kopf von neuem, und der Mund, der eine lange Reihe ſehr weißer Zähne zeigte, ſtieß in geziertem Tone die Worte aus:»Mon Dieu! Was, Nickleby?« Mit dieſen Aus⸗ rufungen trat der Herr herein und ſchüttelte Nickleby mit großer Wärme die Hand. Er war in einen ſtattlichen Morgenrock gekleidet, mit einer Weſte und weiten türki⸗

ſchen Pantalons von demſelben Zeuge, einem rothen ſei⸗

denen Halstuche und hellgrünen Pantoffeln, und hatte eine große goldene Uhrkette um den Leib gewunden. Au⸗ ßerdem hatte er einen Schnurrbart und Backenbart, die beide ſchwarz gefärbt und anmuthig gelockt waren.

»Mon Dieu!« ſagte dieſer Herr und ſchlug Ralph auf die Schulter,»Sie kommen doch nicht, um mit mir etwas abzumachen?«

»Noch nicht,« erwiederte Ralph beißend.

»Ha! ha! ha! Le polisson!« rief der Herr aus; und

als er ſich auf dem Abſatze umdrehte, um mit größerer