Nicolaus Nickleby.
ler zu,»gewiß, willſt Du ſagen. Es wird vielleicht ein niederer Ort ſein! Iſt das Mädchen wahnſinnig?«
„Das Wort entſchlüpfte mir nur, ich meinte es wirk⸗ lich nicht ſo,« verſicherte Käthchen flehend.
„Das hoffe ich,« ſagte Ralph.
„Aber meine Frage, Oheim; Sie haben nicht darauf geantwortet.«
„Ei nun, ich erwartete etwas der Art,« ſagte Ralph, „und habe, obwohl keinesweges damit einverſtanden, da⸗ für geſorgt. Ich habe von Dir als einer Arbeiterin au⸗ ßer dem Hauſe geſprochen, ſo kannſt Du alſo jede Nacht zu Deiner Mutter zurückkehren.«
Es lag ein Troſt in dieſer Verſicherung. Käthchen ergoß ſich in die lebhafteſten Dankſagungen für die Auf⸗ merkſamkeit ihres Oheims, die Ralph annahm, als ob ers ſie wohl verdient hätte, und ſie kamen ohne fernere Un⸗ terhaltung vor der Thür der Putzmacherin an, wo eine große Bronceplatte den Namen und das Geſchäft der Madame Mantalini angab. Eine Anzahl breiter Mar⸗ morſtufen führte zum Eingange. Es war ein Laden im Hauſe; dieſer war jedoch an einen Kaufmann vermiethet, 8 der mit Roſenöl handelte. Madame Mantalini's Maga⸗ zin war in der Bel⸗Etage, ein Umſtand, der dem hohen Adel und verehrungswürdigen Publikum durch die gele⸗ gentliche Ausſtellung von zwei oder drei eleganten Da⸗ menhüten nach der neueſten Modee und einiger koſtbaren Gewande in dem erleſenſten Geſchmacke an den Fenſtern angezeigt wurde, die mit prächtigen Vorhängen verſehen waren.
Ein Diener in Livree öffnete die Thür und führte auf Ralph's Frage, ob Madame Mantalini zu Hauſe ſei,
das Paar durch einen ſchönen Vorſaal eine geräumige Treppe hinauf in das Magazin, welches aus zwei großen


