Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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18 Nicolaus Nickleby.

ſo wie Ralph indeſſen in ſeiner Rede fortfuhr, verſchwan⸗ den dieſe aus ihrem Gedächtniſſe und machten anderen Erſcheinungen Platz, ſtattlichen Häuſern in dem vor⸗ nehmſten Theile von London, eleganten Karroſſen und Kapitalien bei einem Banquier, und alle dieſe Bilder folgten in ſolcher Eile auf einander, daß er kaum zu ſprechen aufgehört hatte, als ſie mit dem Kopfe nickte und mit ſichtlicher Zufriedenheit ſagte:»Sehr wahr!«

Was Dein Oheim ſagt, iſt ſehr wahr, Käthchen, meine Liebe,« bemerkte Madame Nickleby.»Ich erinnere mich, wie Dein armer Vater und ich nach der Stadt kamen, als wir eben geheirathet hatten! damals brachte eine junge Dame mir einen Hut mit weiß und grünem Beſatz und grünem Perſianfutter nach Hauſe; ſie kam in ihrem eigenen Wagen, der in vollem Galop vor die Thür fuhr. Aber ich weiß doch nicht gewiß, ob es ihr eigener Wagen oder ein Miethwagen war; ich erinnere mich nur, daß das Pferd todt niederfiel, als es umwen⸗ den ſollte, und daß Dein armer Papa ſagte, es habe gewiß vierzehn Tage kein Futter bekommen.«

Dieſe Anekdote, welche die Wohlhabenheit der Putz⸗ macherinnen auf ſo anſchauliche Weiſe in das Licht ſetzte, wurde eben nicht mit beſonderen Aeußerungen des Bei⸗ falls aufgenommen; denn Käthchen ließ den Kopf hän⸗ gen, während ſie erzählt wurde, und Ralph gab ſehr un⸗ zweidentige Beweiſe der äußerſten Ungeduld von ſich.

Der Name der Dame, ſagte Ralph haſtig einfal⸗ lend, viſt Mantalini. Ich kenne ſie. Sie wohnt in der

Nähe des Cavendiſh⸗Platzes. Wenn Ihre Tochter ge⸗ neigt iſt, die Stelle anzunehmen, will ich ſie ſogleich hin⸗

bringen. »Haſt Du Deinem Oheim nichts zu ſagen, liebe

Tochter?2« fragte Madame Nickleby.