Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby.

rer Familie zu einer großen Verſchwendung von Worten führt, ehe man zur Sache kommt, wenn endlich ein Geſchäft ergriffen werden ſoll.«

»Ich fürchte, daß ſich dies in der That ſo verhäl t,« erwiederte Madame Nickleby mit einem Seufzer.»Ihr armer Bruder«.

»Mein armer Bruder, Madame, unterbrach Ralph ſchneidend,»hatte keinen Begriff davon, was ein Ge⸗

ſchäft iſt; ich glaube, die Bedeutung des Wortes

war ihm unbekannt.«

»Das fürchte ich ſelbſt,« ſagte Madame Nickleby, indem ſie ihr Taſchentuch vor die Augen hielt.»Wenn ich nicht geweſen wäre, ſo weiß ich nicht, was aus ihm hätte werden ſollen.«

Was für ſeltſame Geſchöpfe wir doch ſind! der leichte Köder, den Ralph geſchickt bei ihrer erſten Zuſammen⸗ kunft hingeworfen hatte, ſpielte noch an dem Haken. Bei jeder kleinen Entbehrung oder Unbehaglichkeit, die ſich in dem Verlaufe der vierundzwanzig Stunden darbot, um ſie an ihre beſchränkten und veränderten Um⸗ ſtände zu erinnern, ſtiegen traurige Geſichte von ihren ſchönen eingebrachten vier Tauſend Thalern in dem Ge⸗ müthe der guten Frau Nickleby auf, bis ſie zuletzt ſo weit kam, ſich ſelbſt zu überreden, daß ſie von allen Gläubigern ihres verſtorbenen Gatten der am übelſten behandelte und am meiſten zu bemitleidende ſei. Und doch hatte ſie ihn viele Jahre herzlich geliebt, und beſaß keinen größern Antheil von Selbſtſucht, als uns Sterb⸗ lichen gewöhnlich beſchieden iſt. So iſt aber die Reiz⸗ barkeit plötzlicher Armuth. Ein mäßiges Auskommen würde ihre Gedanken auf einmal in die alte Richtung zurückverſetzt haben.

»Sich haͤrmen und gräͤmen hilft jetzt nichts, Ma⸗