Nicolaus Nickleby. 15
»Ich habe eine Stelle für Ihre Tochter gefunden, Madame,« ſagte Ralph.
»Schön,« erwiederte Madame Nickleby.»Ja, ich muß ſagen, daß ich das von Ihnen erwartet habe. „Verlaſſe Dich darauf,“ ſagte ich erſt geſtern Morgen beim Frühſtück zu Käthchen,'da Dein Oheim mit ſol⸗ cher Bereitwilligkeit für Nicolaus geſorgt hat, wird er uns nicht eher verlaſſen, bis er nicht wenigſtens daſſelbe für Dich gethan hat.“Dies waren gerade meine Worte, ſo viel ich mich erinnere. Käthchen, meine Liebe, warum dankſt Du nicht Deinem—«
»Bitte, laſſen Sie mich fortfahren,« ſagte Ralph, ſeine Schwägerin in dem vollen Strome ihrer Rede un⸗ terbrechend.
»Käthchen, meine Liebe, laß Deinen Oheim fortfah⸗ ren,« ſagte Madame Nickleby.
»Ich wünſche nichts ſo ſehr, als daß er dies thut,« verſetzte Käthchen.
„»Gut, meine Liebe, wenn Du wünſcheſt, daß er es thut, ſo thäteſt Du beſſer, Deinen Oheim ſagen zu laſ⸗ ſen, was er zu ſagen hat, ohne ihn zu unterbrechen,« bemerkte Madame Nickleby mit vielen kleinen Winken und Andeutungen.»Die Zeit Deines Oheims iſt koſt⸗ bar, meine Liebe; und wie ſehr Du auch wünſchen magſt, das Vergnügen, welches uns ſeine Anweſenheit gewährt, zu verlängern— was bei liebenden Verwandten, die Deinen Oheim ſo wenig geſehen haben, wie wir, wohl nicht anders als natürlich iſt— ſo dürfen wir doch nicht ſelbſtſüchtig ſein, ſondern müſſen auf ſeine wichtigen Geſchäfte Rückſicht nehmen.«
»Ich bin Ihnen ſehr verbunden, Madam. ſagte Ralph mit kaum bemerklichem Hohne.»Ich ſehe, daß der Mangel an geſchäftsmäßigen Gewohnheiten in Ih⸗


