14 Nicolaus Nickleby.
»Ja wohl, Herr Nickleby,« antwortete Fraͤulein La Creevy mit großer Lebhaftigkeit, vund wenn es erſt ſeine Stelle einnehmen wird, Herr Nickleby, wird es überdies ein ſehr hübſches Portrait ſein, obwohl ich das ſelbſt ſage, die es gemalt hat.«
„»Bemühen Sie ſich nicht, es mir zu zeigen, Made⸗ moiſelle,« rief Ralph aus, indem er zur Seite trat,»ich habe keinen Blick für Aehnlichkeiten. Iſt es bald fertig?«
»Ei nun, ja,« erwiederte Fräulein La Creevy, wäh⸗ rend ſie mit dem Pinſel im Munde nachſann.»Noch ein Paar Sitzungen—«
»Nehmen Sie ſie auf einmal, Mademoiſelle,« unter⸗ brach ſie Ralph.»Arbeit, Mademoiſelle, Arbeit; wir müſſen alle arbeiten. Haben Sie Ihre Zimmer vermie⸗ thet, Mademoiſelle?«
„Ich habe ſie noch nicht wieder angekündigt, Herr Nickleby.«
„»Thun Sie das ſogleich, Mademoiſelle; ſie werden die Zimmer nach dem Ausgange dieſer Woche nicht mehr brauchen, oder wenn ſie ſie noch brauchen, können ſie nicht dafür bezahlen. Nun, meine Liebe, wenn es Dir Recht iſt, wollen wir keine Zeit mehr verlieren.“
Mit einem angenommenen Scheine von Wohlwollen, der ihm noch übler ſtand, als ſelbſt ſeine gewöhnliche Manier, gab Herr Ralph Nickleby der jungen Dame einen Wink, ihm voran zu gehen, ſchloß, nachdem er Fräͤulein La Creevy eine ernſte Verbeugung gemacht hatte, die Thür und folgte ſeiner Nichte die Treppe hinauf, wo ihn Madame Nickleby mit vielen Achtungs⸗ bezeug empfing. Ralph hemmte den Erguß, indem er mit Hand eine ungeduldige Bewegung machte, und ging ohne Weiteres zu dem Zwecke ſeines Beſuches über.
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