Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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12 Nicolaus Nickleby.

ſagte Käthchen mit großer Kraft,»aber fuͤr mich wür⸗ den ſie ſo viel ſein, daß ich lieber ſterben wollte, als ſie annehmen.«

»Holla!« rief Fräulein La Creevy aus.

»Von ihm abhängig zu ſein,« fuhr Käthchen fort, »würde mein ganzes Leben verbittern. Ich würde es für eine viel geringere Erniedrigung halten, wenn ich betteln müßte.«

»Gut!« entgegnete Fräulein La Creeyy.»Das klingt ſonderbar genug von einem Verwandten, über den Sie von einer gleichgültigen Perſon kein übles Wort hören wollen, das muß ich geſtehen, meine Liebe l⸗

»Freilich mag es das,« erwiederte Käthchen, in⸗ dem ſie einen milderen Ton annahm;»es muß freilich ſonderbar klingen. Ich ich meine auch nur, daß ich, mit den Gefühlen und Erinnerungen beſſerer Tage im Gedächtniß es nicht ertragen könnte, von der Güte ei⸗ nes Andern zu leben, nicht gerade von ſeiner, ſondern von jedes Andern Güte.«

Fräulein La Creevy ſah ihre Geſellſchafterin beden⸗ tend an, als zweifelte ſie, ob nicht doch Ralph ſelbſt der Gegenſtand ihres beſonderen Widerwillens wäre; da ſie aber ſah, daß ihre junge Freundin ſchmerzlich be⸗ wegt war, unterdrückte ſie jede Bemerkung, die ſie ma⸗ chen wollte.

»Ich verlange von ihm nichts,« ſagte Käthchen, und während ſie ſprach, fielen ihre Thränen herab,»als daß er ſich ein klein wenig aus ſeinem Wege bemühen ſoll, um mich durch ſeine Empfehlung nur durch ſeine Empfehlung in den Stand zu ſetzen, wörtlich mein Brot zu verdienen und bei meiner Mutter zu bleiben. Ob wir je uns wieder eines beſſern Zuſtandes

erfreuen werden, hängt von dem Glücke meines lieben