Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 11

»Ich glaube, daß er Geld hat; nicht wahr?« fragte Fräulein La Creevy.

Er ſoll ſehr reich ſein, wie ich gehört habe,« ver ſetzte Käthchen.»Ich weiß zwar nicht, ob er es iſt; aber ich glaube es.«

»Ah, Sie können Sich darauf verlaſſen, daß er es i*ſt, ſonſt würde er nicht ſo ſauer ausſehen,« bemerkte Fräulein La Creevy, die eine ſeltſame kleine Miſchung von Einfalt und Schlauheit war.»Wenn Jemand ein Bär iſt, ſo kann man immer annehmen, daß er ſich in einer unabhängigen Lage befindet.«

Sein Benehmen iſt etwas rauh,« ſagte Käthchen.

»Rauh!« rief Fräulein La Creevy aus, vein Sta⸗ chelſchwein iſt ein Federbett gegen ihn. Mir iſt in mei⸗ nem Leben noch kein ſolcher widerborſtiger alter Wilder vorgekommen.«

»Ich glaube doch, daß es nur ſein Aeußeres iſt,« bemerkte Käthchen furchtſam;»ich glaube gehört zu haben, daß ihm in früheren Lebensjahren eine Hoffnung fehlgeſchlagen iſt, oder daß irgend ein Unglück ſeine Stimmung verſäuert hat. Ich möchte nicht gern Uebles von ihm denken, ſo lange ich nicht weiß, daß er es verdient.«

»Gut, das iſt recht und brav,« bemerkte die Mi⸗ niaturmalerin,»und der Himmel verhüte, daß ich Sie dazu verleiten ſollte. Aber könnte er nicht, ohne es ſelbſt im Geringſten zu fühlen, Ihnen und Ihrer Mut⸗ ter eine hübſche kleine Unterſtützung ausſetzen, die Sie beide in einer behaglichen Lage erhielte, bis Sie eine vortheilhafte Heirath ſchlöſſen und dann für Ihre Mama ſorgten? Was würden ein Paar hundert Thaler des Jahrs für ihn ſein?

»Ich weiß nicht, was ſie für ihn ſein würden,«