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andere untergeordnete Beamte, die nichts ſind und gerne etwas vorſtellen wollen, borgen ſich eine Uniform, um ſich darin malen zu laſſen, und ſenden ſie, in einem Tuche eingeſchlagen, hieher. Manche Künſtler,« ſagte Fräulein La Creevy,»halten ſich zu dieſem Zwecke be⸗ ſonders eine Uniform und ſetzen dafür einen Thaler oder ein Paar Gulden mehr in Rechnung. Ich mag dies aber nicht thun, denn ich halte es nicht für Recht.«
Fräulein La Creevy warf ſich, indem ſie dies ſagte, in die Bruſt, als ob ſie ſich nicht wenig darauf einbil⸗ dete, daß ſie dieſe gemeinen Hülfsmittel verſchmähe, um Kunden anzuziehen; darauf wandte ſie ſich mit größe⸗ rer Aufmerkſamkeit zu ihrer Arbeit und erhob nur von Zeit zu Zeit den Kopf, um irgend einen Pinſelſtrich, den ſie eben gemacht hatte, mit unausſprechlicher Freude anzuſehen, und bei Gelegenheit Fräulein Nickleby anzu⸗ deuten, mit welchem Zuge ihres Geſichtes ſie eben be⸗ ſchäftigt ſei;»nicht,« bemerkte ſie ausdrücklich,»daß Sie eine eigene Miene zum Malen annehmen ſollen, meine Liebe, ſondern weil wir zuweilen die Gewohnheit haben, den Perſonen, die uns ſitzen, zu ſagen, bei welchem Theile wir gerade ſind, damit ſie, wenn ſie irgend einen beſondern Ausdruck angebracht wünſchen, ihn zu rechter Zeit hineinlegen können.«
„» Und wann,« ſagte Fräulein La Creevy nach lan⸗ gem Stillſchweigen, nämlich nach vollen anderthalb Minuten,»wann erwarten Sie wieder einen Beſuch von Ihrem Oheim?«
»„Ich weiß es ſelbſt nicht,« erwiederte Käthchen, ves wundert mich, daß er uns nicht ſchon beſucht hat. Aber ich hoffe, daß es bald geſchehen wird, denn die⸗ ſer Zuſtand der Ungewißheit iſt ſchlimmer, als alles Andere.«
Nicolaus Nickleby.


