Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 9

»Gewiß, meine Liebe; weil die Sitzenden immer entweder das eine oder das andere ſind,« erwiederte Fräulein La Creevy.»Sehen Sie die Bilder in der Academie. Alle dieſe ſchönen glänzenden Gemälde von Herren in ſchwarzen Sammetweſten, die ihre Hände auf runde Tiſche oder auf Marmortafeln legen, ſind ernſt⸗ haft; und alle die Damen, die mit kleinen Paraſols oder kleinen Hunden oder kleinen Kindern ſpielen es iſt dieſelbe Regel in der Kunſt, die nur in den Gegen⸗ ſtänden wechſelt lächeln. In der That,« fügte Fräu⸗ lein La Creevy hinzu, indem ſie ihre Stimme zu einem vertraulichen Flüſtern herabſinken ließ,»es giebt nur zwei verſchiedene Gattungen der Portraitmalerei, die ernſthafte und lächelnde; und wir bedienen uns immer der ernſthaften für Perſonen, die irgend ein beſtimmtes Geſchäft haben, wobei wir nur die Schauſpieler zuwei⸗ len ausnehmen, und der lächelnden für Damen und Herren ohne Geſchäfte, die nicht ſo viel Werth darauf legen, geſcheit auszuſehen.«

Käthchen ſchien durch dieſe Belehrung höchlich er⸗ götzt zu werden, und Fräulein La Creevy fuhr mit un⸗ veränderlicher Wohlgefälligkeit fort zu malen und zu ſchwatzen.

»Was für eine Menge Officiere Sie doch malen müſſen!« ſagte Käthchen, indem ſie eine Pauſe in der Unterhaltung dazu benutzte, ſich in dem Gemache um⸗ zuſehen.

»Eine Menge Officiere, Kind?« rief Fräulein La Creevy, von ihrer Arbeit aufblickend, aus.»Ei, das ſind nur Charaktergemälde, es ſind keine wirkliche Mi⸗

litairperſonen.«

»Nicht? »Lieber Himmel, natürlich nicht. Schreiber und