Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Oliver Twiſt. 189

low; er wich bis an das fernſte Ende ſeines Lagers zu⸗ rück und fragte, was ſie da ſuchten.

»Ruhig,« ſagte der Schließer.»Nun, Herr, ſagen Sie ihm, was Sie zu ſagen haben, aber ſchnell, denn er wird immer ſchlimmer, je näher die Zeit kommt.«

»Sie haben einige Papiere,« ſagte Brownlow,»die Ihnen von einem Manne, Monks genannt, zu beſſerer Sicherheit übergeben wurden.«

Es iſt alles eine Lüge,« antwortete der Jude.»Ich habe keins nicht eins.

»Um Gottes Barmherzigkeit willen,« ſprach Brown⸗ low feierlich,»ſprechen Sie ſo nicht am Rande Ihres Grabes, ſondern ſagen Sie mir, wo ſie ſind. Sie wiſſen, daß Sikes todt iſt, daß Monks Alles geſtanden hat und Sie nichts weiter zu gewinnen hoffen können. Wo ſind die Papiere?«

Oliver,« rief der Jude und winkte ihm.»Hier, hier. Ich will Dir es heimlich ſagen.«

»Ich fürchte mich nicht,« ſagte Oliver leiſe, indem er Brownlows Hand losließ.

Die Papiere,« ſagte der Jude, indem er ihn an ſich zog,»ſind in einem Leinwandbeutel in einem Loche etwas über dem Kamine in der Stube vorn heraus. Ich muß mit Dir reden, mein Sohn, ich muß mit Dir reden.

»Ja, ja,« antwortete Oliver.»Laſſen Sie mich ein Gebet ſagen; beten Sie nur eines mit mir auf Ihren Knieen und wir wollen reden bis an den Morgen.

»Hinaus, hinaus,« antwortete der Jude, indem er den Knaben vor ſich her ſchob nach der Thür zu und über den Kopf deſſelben hinſtierte.»Sage, ich ſchlafe, Dir werden ſie glauben. Du kannſt mich hinansbrin gen, wenn Du mich ſo nimmſt.«