Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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180 Oliver Twiſt.

zu ſich ſelbſt; er ſah ſich um und erkannte, daß die Ge⸗ ſchworenen über ihren Ausſpruch ſich beriethen. Als ſeine Augen ſich nach den Gallerien erhoben, konnte er ſehen, wie die Leute ſich über einander hinwegdehnten, um ſein Geſicht zu erblicken; Einige führten raſch die Gläſer an die Augen und Andere flüſterten mit Blicken des Ab⸗ ſcheues ihren Nachbarn etwas zu. Einige Wenige ſchie⸗ nen ſich um ihn nicht zu kümmern, ſondern ſahen nur auf die Geſchworenen mit ungeduldiger Verwunderung, wie ſie zögern könnten, aber auf keinem Geſichte, ſelbſt nicht unter den Weibern, deren viele zugegen wa⸗ ren, konnte er die geringſte Theilnahme für ſich, ja ſelbſt keinen andern Wunſch erkennen, als den, daß er verurtheilt werden möge.

Als er dies mit einem einzigen Angſtblicke erkannte, trat die erſte Grabesſtille wiederum ein, und als er zu⸗ rückblickte, bemerkte er, daß die Geſchworenen ſich nach dem Richter umgedrehet hatten. Still!

Sie baten bloß um die Erlaubniß, ſich zurückziehen zu dürfen.

Er ſah einem nach dem andern in das Geſicht, als ſie hinausgingen, als wolle er erkennen, wozu die größere An⸗ zahl geneigt ſei; aber das war vergebens. Der Kerkermeiſter lopfte ihm auf die Achſel. Er folgte mechaniſch bis an das Ende des Käfigs und ſetzte ſich auf einen Stuhl. Der Mann wies auf denſelben, ſonſt würde er ihn nicht geſehen haben.

Er ſah wieder auf die Gallerie hinauf. Einige der Anweſenden aßen, Andere kühlten ſich mit Taſchentüchern ab, denn es war unglaublich warm in dem Saale. Ein junger Mann zeichnete das Geſicht des Juden in ein Notizbuch. Er war neugierig, ob es wohl ähnlich, ſei

und ſah zu, als der Künſtler die Spitze ſeines Bleiſtift

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