Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt.

Du erhärteſt Dein Herz gegen mich, Roſa.«

»Ach, Heinrich, Heinrich,« ſagte das Mädchen mit Thränen in den Augen, v»ich wollte, ich könnte es und mir dieſen Schmerz erſparen.«

»Warum Dir ihn verurſachen?« ſagte Heinrich, in⸗ dem er ihre Hand ergriff;»denke, liebe Roſa, denke an das, was Du dieſen Abend gehört haſt.«

»Und was habe ich gehört! Was habe ich gehört!« rief Roſa.»Daß das Gefühl ſeiner Beſchimpfung mei⸗ nen armen Vater ſo niederdrückte, daß er Alle floh, wir haben genug geſagt, Heinrich, wir haben genug ge⸗ ſagt.« 1

Noch nicht, noch nicht,« antwortete der junge Mann, der ſie zurückhielt, als ſie aufſtand.»Meine Hoffnun⸗ gen, meine Wünſche, meine Ausſichten, meine Empfindun⸗ gen, alle Gedanken im Leben, Alles, außer meine Liebe zu Dir, hat ſich geändert. Ich biete Dir jetzt keine aus⸗ gezeichnete Stellung unter einer geſchäftigeng Menge nicht den Eintritt in eine Welt der Bosheit und Ver⸗ leumdung, aber eine Heimath, ein Herz und eine Heimath, ja, theuerſte Roſa, und dies iſt Alles, was ich Dir zu bieten habe.«

»Was bedeutet dies?« ſtammelte das Mädchen.

»Als ich Dich das Letztemal verließ, geſchah es mit dem feſten Entſchluſſe, alle eingebildeten Schranken zwi⸗ ſchen Dir und mir niederzureißen, entſchloſſen, wenn meine Welt nicht die Deine ſein könne, die Deinige zu der meinigen zu machen, und jene zu verlaſſen, damit kein Geburtsſtolz die Naſe gegen Dich rümpfe. Dies habe ich gethan. Diejenigen, welche mich deshalb mie⸗ den, haben Dich gemieden, und in ſo weit bewieſen, daß Du Recht hatteſt. Die Gönner und Einflußreichen, die Verwandten von Macht und Rang, die mich damals an⸗

Oliver Twiſt. III. 12