Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 169

gemeinſten Auswurfe umging. Sie litt an einer ſchmerz⸗ lichen und unheilbaren Krankheit und wünſchte, ihn wie⸗ derzuſehen, ehe ſie ſterbe. Man ſtellte Nachforſchungen an, die lange vergeblich waren, aber doch zuletzt zum Ziele führten, und er kehrte mit ihr nach Frankreich zu⸗ rück.«

»Dort ſtarb ſie,« ſagte Monks,»nach einer lang⸗ wierigen Krankheit, und auf ihrem Todtenbette hinterließ ſie mir dieſe Geheimniſſe, ſo wie ihren unerſättlichen Haß gegen Alle, welche darin verwickelt waren, obgleich ſie mir dieſen nicht zu hinterlaſſen brauchte, da ich ihn längſt ſchon geerbt hatte. Sie wollte es nicht glau⸗ ben, daß das Mädchen ſich ſelbſt und dem Kinde den Tod gegeben habe, ſondern glaubte feſt, es ſei ein Knabe geboren worden, der noch lebe. Ich ſchwur es ihr, dieſen Knaben, wenn er mir je in den Weg komme, niederzutreten, ihm nie Ruhe zu laſſen, ihn mit dem giftigſten Haſſe zu verfolgen und wo möglich ſelbſt an den Galgen zu bringen. Sie hatte Recht. Er kam mir endlich in den Weg; ich begann meinen Schwur zu lö⸗ ſen, und würde ihn ganz gelöſet haben, hätte die ver⸗ rätheriſche Zunge geſchwiegen, ja, ich würde ihn gelöſet haben.«

Während der Böſewicht die Arme feſt über einander ſchlug und in der Ohnmacht ſeiner Bosheit ſich ſelbſt verfluchte, wendete ſich Brownlow an die erſchrockenen Anweſenden und ſagte ihnen, dem Juden, dem alten Mitſchuldigen und Vertrauten dieſes Mannes, ſei eine große Belohnung verſprochen worden, wenn er den Knaben in ſeinen Klauen behalte, ein Theil dieſer Be⸗ lohnung habe ausgezahlt werden ſollen, als der Knabe befreit wurde, und ein Streit darüber habe ihren Be⸗

ſuch an dem Landhauſe veranlaßt, wo ſie ſich hatten