Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt.

164 diſch geweſen, dann weinte, darauf wieder lachte, viele Geſichter an den Thüren und Fenſtern, die er ganz genau kannte, faſt alles, als habe er es erſt am vo⸗ rigen Tage verlaſſen, und als ſei ſein neues Leben nur ein glücklicher Traum geweſen. 3

Aber es war ernſte, pure, fröhliche Wirklichkeit. Sie fuhren gerade nach dem erſten Hotel das Oliver ſonſt anzuſtieren und für einen gewaltigen Palaſt zu halten pflegte. Hier erwartete ſie Herr Grimwig bereits, der die junge Dame und auch die alte küßte, als ſie aus dem Wagen ſtiegen, als wäre er der Großvater der ganzen Geſellſchaft, ganz Lächeln und Freundlichkeit, ohne ſich zu erbieten, ſeinen Kopf zu eſſen nein, nicht einmal, ſelbſt nicht, als er einem ſehy alten Poſtillon über den nächſten Weg nach London Kiderſprach und behauptete, er wiſſe das am beſten, obgleich er den Weg nur einmal und noch dazu ſchlafend gemacht hatte. Das Mittagseſſen war bereit, Zimmer ſtanden bereit und alles war wie durch Zauberei angeordnet.

Trotz dem herrſchte, nachdem die Unruhe der erſten halben Stunde vorüber war, wieder dieſelbe Stille wie auf der Herreiſe. Brownlow nicht mit ihnen, ſon⸗ dern blieb in einem andern Zimmer. Die beiden andern Herren kamen und gingen mit ängſtlichen Geſichtern und ſprachen, wenn ſie dawaren, leiſe in einer Ecke mit ein⸗ ander. Einmal wurde Madame Maylie abgerufen, und kam nach einer Stunde mit rothgeweinten Augen zurück. Alle dieſe Dinge machten Roſa und Oliver, die in kei⸗ nes der neuen Geheimniſſe eingeweiht waren, beſorgt und unruhig. Sie ſaßen ſtill da, und wenn ſie einige wenige Worte wechſelten, ſprachen ſie ſo leiſe, als ſcheue⸗ ten ſie ſich, den Klang ihrer eigenen Stimme zu hören. Endlich, als neun Uhr herangekommen war und ſie