Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 159

wohner daher geſchickt zu haben, um ihm zu fluchen.

Das Volk drängte heran, immer heran, heran, in einem gewaltigen Strome zorniger Geſichter mit ein⸗ zelnen Fackeln zum Leuchten, in deren Lichte man den Un⸗ willen und die Leidenſchaft ſehen konnte. Der Pöbel war in die Häuſer an der andern Seite des Grabens gedrungen; es wurden Fenſter auf oder ganz heraus⸗ geriſſen und in jedem drängten ſich drei und vier Ge⸗ ſichter. Jede kleine Brücke, und man ſah deren drei, bog ſich unter der Laſt der Volksmenge darauf, und im⸗ mer noch kamen Andere heran, um ein Plätzchen zu ſu⸗ chen, an dem ſie ihren Zorn ausſchreien oder den Böſe⸗ wicht auf einen Augenblick ſehen könnten.

»Jetzt haben ſie ihn,« rief ein Mann auf der näch⸗ ſten Brücke.»Hurrah!«

Die Menge ſchwenkte die Hüte und ſtimmte von neuem ein tauſendfältiges Hurrah an.

„Ich verſpreche den funfzig Pfund, der ihn lebendig fängt,« rief ein alter Herr.»Ich bleibe hier bis er kommt, um mir ſie abzufordern.«

Ein neues Gebrüll. In dieſem Augenblicke verbrei⸗ tete ſich die Nachricht, daß die Thür endlich eingeſchla⸗ gen, und der Mann, der zuerſt nach einer Leiter geru⸗ fen hatte, hineingegangen ſei. Der Volksſtrom kehrte ſogleich um und die Leute an den Fenſtern verließen ihre Standorte, als ſie die auf den Brücken umkehren ſahen, eilten auf die Straße hinunter und vergrößerten den Strom, der hin und her an den Ort wogte, welchen er vorher verlaſſen hatte. Jeder ſchob ſeinen Nachbar bei Seite und Alle müheten ſich ab, an die Thür zu kom⸗ men und den Verbrecher zu ſehen, wenn die Polizeidie⸗ ner ihn herausbrächten. Das Geſchrei und Jammern derer, welche faſt erdrückt oder niedergetreten wurden,