Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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156 Oliver Twiſt.

warf denſelben durch Anwendung aller ſeiner Kraft und in Folge der Ueberraſchung zu Boden.

Die drei Zuſchauer ſchienen verſteinert zu ſein. Sie miſchten ſich nicht ein und der Knabe und der Mann wälzten ſich auf dem Boden umher, der erſtere ohne Rückſicht auf die ſchweren Schläge, die er erhielt, feſter und immer feſter den Rock des Mörders an der Bruſt faſſend und fortwährend aus voller Kehle um Hülfe ru⸗ fend.

Der Kampf war jedoch zu ungleich, als daß er hätte lange dauern können. Sikes hatte ihn niedergebracht und kniete ihm auf die Kehle, als Crackit ihn beſtürzt zurückriß und nach dem Fenſter deutete. Es glänzten Lichter unten,— man hörte Stimmen in lautem Ge⸗ ſpräche, und eilige Fußtritte— ihre Zahl ſchien endlos zu ſein,— über die nächſte Holzbrücke kommen. Unter der Menge befand ſich wahrſcheinlich ein Reiter; der Lichterglanz nahm zu, die Fußtritte kamen zahlreicher und deutlicher näher. Dann wurde laut an die Thür geklopft und man vernahm ein dumpfes Summen von ſo vielen zornigen Stimmen, daß wohl der Muthigſte erbeben konnte.

»Hülfe!« ſchrie der Knabe;»hier iſt er! Schlagt die Thür ein!«

„»Im Namen des Königs!« riefen Stimmen außen.

»Schlagt die Thür ein! ſchrie der Knabe wieder. „»Man wird ſie nie aufmachen. Kommt gerade hierher, wo das Licht iſt. Schlagt die Thür ein!«

Gewaltige Schläge donnerten an die Thür und an die untern Fenſterläden und die Menge brach in ein lau⸗ tes Hurrah aus, nach welchem man zum Erſtenmale ihre Zahl beurtheilen konnte.

»Macht die Thür einer Kammer auf, in die ich die⸗