Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

154 Oliver Twiſt.

den Stuhl dicht an die Wand,— ſo dicht als möglich, rieb ihn an derſelben,— und ſetzte ſich.

Noch war kein Wort geſprochen worden. Er ſah Einen nach dem Andern ſchweigend an. Traf ihn zufäl⸗ lig ein Blick, ſo ſchlug er ſogleich die Augen nieder. Als ſeine hohle Stimme das Schweigen brach, fuhren ſie alle drei zuſammen. Nie hörten ſie ihre Töne vorher.

„»Wie kam der Hund hierher?« fragte er.

„Allein. Vor drei Stunden.“

„Die Zeitungen von heute Abend ſagen, Fagin ſei arretirt. Iſt das wahr oder eine Lüge?«

»Vollkommen wahr.“«

Sie ſchwiegen wieder.

»Gott verdamm' Euch alle,« ſagte Sikes, indem er mit der Hand über die Stirn ſtrich.»Habt ihr mir nichts zu ſagen?«

Man bemerkte eine unruhige Bewegung unter ihnen, aber Niemand ſprach.

„Du, Crackit,“ ſagte Sikes,»willſt du mich für Geld und gute Worte hier bleiben laſſen, bis die Jagd vor⸗ bei iſt?«

„Du kannſt hier bleiben, wenn du es für ſicher hältſt,« antwortete der Angeredete nach einigem Zögern.

Sikes ſah langſam an der Wand hinter ſich empor, indem er mehr bloß einen Verſuch machte, den Kopf umzudrehen, als er wirklich that, und ſagte: viſt— iſt die Leiche— iſt ſie begraben?«

Sie ſchüttelten die Köpfe.

„»Warum nicht?« fragte der Mann mit demſelben Blicke rückwärts.»Warum läßt man ſolche häßliche

Dinge über der Erde?— Was ſoll das Klopfen?« Crackit gab, während er hinausging, durch eine Handbewegung zu verſtehen, daß nichts zu fürchten ſei,