Olioer Twiſt. 153
und waren ſtill und geängſtigt, als liege die Leiche der Erſchlagenen im Nebenzimmer.
So hatten ſie eine Zeiltang geſeſſen, als ſie eilig an der Thür unten klopfen hörten.»Der junge Bates!« ſagte Kags, der ärgerlich umherſah, um ſeine Furcht zu verbergen.
Das Klopfen wurde wiederholt. Nein, er war es nicht. So klopfte er nie.
Crackit trat an das Fenſter und ſah, am ganzen Leibe zitternd, hinaus. Er brauchte es ihnen nicht zu ſagen, wer es ſei; ſein bleiches Geſicht redete deutlich genug. Auch der Hund war ſogleich munter und lief winſelnd an die Thüre.
„»Wir müſſen ihn hereinlaſſen,« ſagte Crackit, indem er das Licht nahm.
„Iſt das nicht zu umgehen?« fragte der Andere heiſer.
„»Nein. Er muß eingelaſſen werden.⸗
„»Laß uns nicht ſo im Finſtern,« ſagte Kags, der ein Licht von dem Kaminſimſe nahm und daſſelbe mit ſo zit⸗ ternder Hand anzündete, daß das Klopfen noch zweimal wiederholt wurde, ehe er ſeinen Zweck erreicht hatte.
Crackit ging hinunter an die Thür und kam mit einem Manne zurück, deſſen unterer Geſichtstheil von einem Tuche verhüllt, während ein anderes um den Kopf unter dem Hute gebunden war. Er nahm dieſel⸗ ben langſam ab,— kreideweißes Geſicht, eingeſunkene Augen, hohle Wangen, ein drei Tage alter Bart, abge⸗ fallene Glieder, kurzer Athem, es war wie der Geiſt des Mörders Sikes.
Cr legte ſeine Hand auf einen Stuhl, der in der
Mitte ſtand, ſchauderte aber, als er ſich darauf ſetzen wollte, ſchien rückwärts über die Achſel zu ſehen, zog
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