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46 Oliver Twiſt.
„Ich weiß es nicht, was es iſt,« antwortete das Mäd⸗ chen,»ich weiß nur, daß es ſo iſt, und nicht bloß bei mir allein, ſondern bei vielen hundert Anderen, die eben ſo ſchlecht und verworfen ſind, als ich. Ich muß zurückkeh⸗ ren. Iſt es Gottes Zorn wegen des Böſen, das ich ge⸗ than habe, ich weiß es nicht, aber es zieht mich zurück zu ihm, trotz allen Leiden oder Mißhandlungen und würde mich, ich fühle es, zu ihm treiben, auch wenn ich wüßte, daß ich noch von ſeiner Hand ſterben müßte!«
»Was ſoll ich thun?« ſagte Roſa.»Ich möchte Sie nicht ſo von mir gehen laſſen.«
»Und doch, mein Fräulein, Sie werden es,« antwor⸗ tete das Mäpchen.»Sie werden mich nicht zurückhalten, weil ich auf Ihre Güte vertraute und kein Verſprechen von Ihnen verlangte, wie ich es hätte thun können.«
„»Was nützt mir dann die Mittheilung, die Sie mir gemacht haben?« ſagte Noſa.»Das Geheimniß muß aufgeklärt werden, wie könnte es ſonſt Oliver nützen, dem Sie nützlich werden zu wollen ſcheinen?«
»Sie werden wohl einen gefälligen Herrn kennen, der es eben als ein Geheimniß anhört und Shnen rathet, was Sie zu thun haben.«
»Wo aber kann ich Sie wiederfinden, wenn es nöthig iſt?2« fragte Roſa.»Ich will es nicht wiſſen, wo jene ſchrecklichen Menſchen leben, aber wo werden Sie zu einer beſtimmten Zeit zu treffen ſein?«
„»Wollen Sie mir verſprechen, daß Sie mein Geheim⸗ niß ſtreng bewahren und allein oder bloß mit der an⸗ dern Perſon, die es noch weiß, kommen, ich auch nicht beobachtet werde?« fragte das Mädchen.
„Das verſpreche ich Ihnen feierlich,« antwortete Roſa.
»Jeden Sonntag in der Nacht zwiſchen elf und zwölf


