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Oliver Twiſt. 29
nicht und ſchritt ſo zierlich aus der Stube hinaus, daß Chitling, der ihm ſo lange als möglich mit bewundern⸗ dem Blicke folgte, laut verſicherte, er glaube die Be⸗ kanntſchaft eines ſolchen Mannes mit funfzehn Viergro⸗ ſchenſtücken ſehr wohlfeil erkauft zu haben und es ſchmerze ihn der Verluſt derſelben nicht im mindeſten.
»Wie dumm Du biſt!« ſagte Monſieur Bates, dem dieſe Erklärung höchſt lächerlich vorkam.
»Gar nicht,« antwortete Chitling;»nicht wahr, nicht, Fagin?«
„»Ach, Du biſt ein ſehr geſcheiter Menſch,« entgegnete der Jude, der ihm auf die Achſel klopfte und dabei den beiden Andern zuwinkte.
»Und Crackit iſt ein Genie?«
»Ohne Zweifel, mein Sohn,« antwortete der Jude.
»Und es iſt höchſt ehrenvoll, ihn zum Freunde zu haben, nicht wahr, Fagin?«
»Sehr, ſehr, mein Sohn,« entgegnete der Jude wie⸗ der.»Sie ſind bloß neidiſch, Thomas, weil er ſich nicht mit ihnen abgegeben hat.«
»Ja, ſie ſind neidiſch,« rief Thomas triumphirend. »Er hat mich zwar ausgebeutelt, aber ich kann gehen und mir mehr verdienen, wenn ich Luſt habe, nicht wahr, Fagin?«
„Das kannſt Du, und je eher Du gehſt, deſto beſſer, Thomas. Bring' Deinen Verluſt ſogleich wieder ein und verliere keine Zeit dabei. Sappermenter, Karlchen, es iſt Zeit, daß Ihr ausgeht; ſchon faſt zehn und noch nichts gethan!l«
In Folge dieſes Winkes nickten die Burſche Aennchen zu, nahmen ihre Hüte und verließen die Stube. Auf dem Wege machte der Sappermenter und Bates ſich ü ber Chitling luſtig, in deſſen Benehmen doch eigentlich


