Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Oliver Twiſt.

ſelbſt nur noch einige Groſchen behalten. Sikes dagegen bemerkte, wenn er nicht mehr bekommen könnte, müſſe er mit dem Gebotenen zufrieden ſein, und Aennchen ſchickte ſich an, den Juden zu begleiten, während die beiden jungen Burſche die Eßwaaren in ein Schränkchen ſtellten. Der Jude nahm darauf Abſchied von ſeinem werthen Freunde und kehrte mit Aennchen und den Kna⸗ ben nach Hauſe zurück, während Sikes ſich auf das Bett warf und ſich anſchickte, bis zur Rückkehr des Mädchens zu ſchlafen.

In der gehörigen Zeit kamen ſie in der Wohnung des Juden an, wo ſie Tobias Crackit und Chitling bei dem funfzehnten Spiele Domino trafen, das, wie wir kaum zu erwähnen brauchen, der letztere zugleich mit ſeinem funfzehnten und letzten Viergroſchenſtücke zum gro⸗

ßen Jubel ſeiner jungen Freunde verlor. Crackit, der.

ſich offenbar etwas ſchämte, ſich zu einem dem Stande und dem Geiſte nach ſo weit unter ihm ſtehenden jungen Burſchen herabgelaſſen zu haben, gähnte, erkundigte ſich nach Sikes und nahm ſeinen Hut, um zu gehen.«

»Iſt Niemand hier geweſen, Tobias? fragte der Jude.

»Keine lebendige Seele,« antwortete Crackit, indem er den Kragen emporſchlug; ves iſt ganz ſtill und lang⸗ weilig geweſen. Ich hätte eigentlich eine gute Beloh⸗ nung verdient, daß ich das Haus ſo lange gehütet, und ich wäre gewiß auch eingeſchlafen, wäre ich nicht ſo gut⸗ müthig geweſen, den jungen Burſchen da zu unterhal⸗ ten. Schrecklich langweilig!«

Mit dieſen und andern Ausrufungen ſtrich Tobias Crackit ſeinen Gewinn ein, ſteckte ihn in die Weſtenta⸗ ſche mit einer Miene, als verdienten ſolche kleine Sil⸗ bermünzen die Beachtung eines Mannes, wie er ſei, gar