Oliver Twiſt.
ren Freunde und Gönner eingetreten war, raſch ein Bündel, das er getragen hatte, ablegte, dem Monſieur Karlchen Bates, der ihm auf dem Fuße folgte, eine Fla⸗ ſche aus der Hand riß, ſie in einem Augenblicke mittelſt der Zähne entſtöpſelte und der Kranken einen Theil da⸗ von in den Mund ſchüttete, vorher aber ſelbſt koſtete, damit nicht etwa ein Irrthum vorgehe.
»Bring' ihr etwas friſche Luft mit dem Blaſebalge in das Geſicht, Karlchen,« ſagte Dawkins,»reiben Sie ihr die Hände, Fagin, während ihr Sikes die Röcke auf⸗ bindet.«
Dieſe vereinten Bemühungen, welche mit großem Eifer betrieben wurden, beſonders der Karlchen übertra⸗ gene Theil, der die Sache für einen ſeltenen Spaß an⸗ ſah, führten bald zu dem erwünſchten Zwecke. Das Mädchen kam allmälig zu ſich, wankte zu einem Stuhle am Bette, verbarg ihr Geſicht in dem Kiſſen und ließ ſo Sikes mit den Neuangekommenen gewiſſermaßen allein.
»Welcher contraire Wind hat Euch denn hierher ge⸗ trieben?« fragte Sikes.
„»Kein contrairer Wind, lieber Freund,« antwortete der Jude,»denn contraire Winde bringen Niemandem Gutes und ich habe etwas Gutes mitgebracht, das Du
gern ſehen wirſt. Sappermenter, ſchnüre das Bündel
auf und gieb Sikes die Kleinigkeiten, damit wir dieſen Morgen unſer ganzes Geld verthun.“
Auf das Geheiß des Juden ſchnürte der Pfiffige das ziemlich große Bündel auf, das aus einem alten Tiſch⸗ tuche gemacht worden war, und überreichte die Gegen⸗ ſtände darin nach einander Karlchen Bates, der ſie mit verſchiedenen Lobeserhebungen auf den Tiſch legte. »Eine ſolche Kaninchenpaſtete, Sikes!« rief der Burſche,
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