Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 179

»Wohlfeil!« rief eine gellende Stimme in Bumbles

Ohr;»Du warſt um jeden Preis zu theuer; theuer genug habe ich Dich bezahlt, Gott der Herr weiß es!«

Bumble drehte ſich um und erblickte das Geſicht ſei⸗ ner theilnehmenden Gattin, welche die wenigen Worte, die ſie von ſeiner Klage hörte, zwar nicht vollkommen verſtand, aber doch die vorſtehende Bemerkung auf Gera⸗ thewohl wagte.

»Oh, Frau Bumble!« ſagte Herr Bumble ernſt. »Nun?« fragte die Frau. Br»Sei doch ſo gut und ſieh mich einmal an,« ſagte umble, indem er ſeine Augen auf ſie heftete.»Wenn

ſie einen ſolchen Blick aushält,« dachte er bei ſich,»ſo

hält ſie Alles aus. Dieſer Blick verfehlte nie ſeine Wirkung

bei den Armen; wenn er ſie bei ihr verfehlt, ſo iſt meine

3 Macht hin.« 3

. Ob nun eine kleine Ausdehnung des Auges ſchon hin⸗ reicht, Arme zurückzuſchrecken, die, nicht am beſten ge⸗ nährt, keine große Kraft beſitzen, oder ob Frau Bumble

ggeegen Adlerblicke beſonders feſt war, kommt auf die An⸗ ſichten an. Gewiß iſt es, daß die Frau durch Bumble's Blick keineswegs eingeſchüchtert wurde, im Gegentheile denſelben ſehr geringſchätzig behandelte, und ſogar ein Ge⸗ lächter darüber erhob, das ihr wirklich vom Herzen zu kommen ſchien.

3 Als Bumble dieſen unerwarteten Ton hörte, ſah er erſt ganz ungläubig, dann aber ſehr beſtürzt aus. End⸗ lich verſank er wieder in ſeinen frühern Zuſtand, und er⸗

wachte aus demſelben nicht eher, als bis er wieder die

Stimme ſeiner Ehehälfte hörte. »Willſt Du den ganzen Tag daſitzen und ſchnarchen 2« fragte Frau Bumble. . 12*