Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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150 Er gnädig und gütig iſt, wird ſie leben, um uns Alle noch viele Jahre zu erfreuen.«

Die Frau ſank auf ihre Kniee und wollte ihre Hände falten; aber die Kraft, die ſie ſo lange aufrecht gehalten hatte, entwich mit dem erſten Dankgebete gen Himmel, und ſie ſank zurück in die Freundesarme, die ſich aus⸗ breiteten, um ſie aufzunehmen. 3

Oliver Twiſt.

Funfzehntes Kapitel 4

enthält einige einleitende Bemerkungen über einen jungen Mann, der nun auftritt, und ein neues Abenteuer Olivers.

Es war faſt zu viel Glück. Oliver wurde durch dieſe unerwartete Nachricht gleichſam betäubt; er konnte nicht weinen, nicht ſprechen, nicht ruhen. Kaum verſtand er noch, was geſchehen war, bis nach einem langen Gange in der ruhigen Abendluft ein Strom von Thränen ihn erleichterte, er mit Einemmale die freudige Veränderung vollſtändig zu faſſen ſchien, und fühlte, welche unerträg⸗ liche Angſtpein von ſeinem Herzen genommen war.

Es wurde Nacht, als er beladen mit Blumen, die er zur Ausſchmückung des Krankenzimmers geſammelt hatte, nach Hauſe ging. Während er raſch auf dem Wege hin⸗ ſchritt, hörte er einen Wagen wie in ängſtlicher Eile heranraſſeln. Es war ein Poſtwagen, und da die Pferde galopirten, der Weg aber zu ſchmal war, mußte er ſich an eine Thüre drücken, bis ſie vorüber waren.

Während der Wagen vorbeiſauſete, ſah Oliver einen Mann in einer weißen Nachtmütze, deſſen Geſicht ihm