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Oliver Twiſt. 21
wohin er fahren ſollte und peitſchte ſein Pferd ohne Ver⸗ zug zum ſchnellſten Trabe an.
Das Mädchen hielt Oliver noch immer feſt an der Hand und ſetzte die bereits begonnenen Ermahnungen und Betheuerungen fort. Alles ging ſo raſch, daß er kaum Zeit hatte, ſich zu erinnern, wo er ſei und wie er dahin gekommen, als der Wagen an dem Hauſe hielt, wohin der Jude in der vorigen Nacht ſeine Schritte gelenkt hatte.
Einen kurzen Augenblick ſah Oliver ſchnell die leere Straße hinab und ein Hülferuf ſchwebte bereits auf ſeinen Lippen. Aber das Mädchen beſchwor ihn in ſo jammer⸗ vollem Tone, an ſie zu denken, daß er den Muth nicht hatte, ihn auszuſtoßen; während er zögerte, war die Ge⸗ legenheit vorüber, denn nun befand er ſich bereits in dem Hauſe, und die Thür war verſchloſſen.
»Bill!« rief das Mädchen und ließ Oliver zum erſten Male los.
„»Heda!« erwiederte Sikes, der mit einem Lichte oben auf der Treppe erſchien.»Das iſt zu rechter Zeit. Kommt!⸗
Das war ein ſehr herzlicher Empfang von einer Perſon, wie Sikes; Aennchen, die ſehr erfreut darüber war, be⸗ grüßte ihn freundlich.
»Der Hund iſt mit Tom fort,« bemerkte Sikes, wäh⸗ rend er leuchtete.—»Du haſt alſo den Buben?« ſetzte. er hinzu, als ſie Alle in der Stube angekommen waren, während er die Thüre zumachte.
»Ja, da iſt er,« entgegnete Aennchen.
„Kam er willig?« fragte Sikes.
»Wie ein Lamm,« antwortete Aennchen.
„»Das freut mich,« ſagte Sikes und ſah Oliver finſter an,»um ſeines jungen Rumpfes willen, denn der würde ſonſt gelitten haben. Komm her, Junge, und höre mich an.⸗


