14 Oliver Twiſt.
gin, waͤhrend er durch den tiefen Schmutz nach ſeiner traurigen Behauſung zuſchritt, wo Dawkins noch wachte und ungeduldig auf ſeine Rückkehr wartete.
»Iſt Oliver zu Bett? Ich muß mit ihm reden,« ſagte der Jude, ſobald er die Treppe hinauf war.
»Vor Stunden, erwiederte Dawkins, indem er eine Thüre aufmachte.»Da liegt er.«
Der Knabe ſchlief feſt auf einem harten Bett auf der Diele, und ſah ſo blaß aus in Folge ſeiner Angſt, ſeines Kummers und ſeines langen Aufenthaltes in dieſem Ker⸗ ker, daß er einer Leiche glich, nicht einer Leiche im Sarge, ſondern dem Körper, aus welchem das Leben eben erſt gewichen iſt, wenn ein junger milder Geiſt erſt vor einem Augenblicke nach dem Himmel entfloh und die grobe Luft der Erde noch nicht Zeit gehabt hat, den Staub zu ver⸗ wandeln, den er weihte.
»Jetzt nicht,« ſagte der Jude, indem er leiſe wieder fortging.»Morgen, morgen.«
Zweites Kapitel
Oliver wird zu William Sikes gebracht.
Als Oliver am andern Morgen erwachte, wunderte er ſich nicht wenig, vor ſeinem Bette ein Paar neue Schuhe mit ſtarken dicken Sohlen, die alten dagegen
Entdeckung, denn er hoffte, ſie deute ſeine Erlöſung an; aber dieſe Gedanken mußte er aufgeben, als ihm der Jude, mit welchem er allein das Frühſtück hielt in einem
nicht mehr zu finden. Im Anfange erfreuete ihn dieſe 18
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