Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 13

ſein ſolle, was ihm zuſtoßen könne, auch nicht für die Züchtigung, die ihm vielleicht zugetheilt werde. Um den Vertrag in dieſem Punkte bindend zu machen, ſollten die Angaben des Sikes nach ſeiner Rückkehr in allen wichti⸗ gen Stücken durch das Zeugniß des Tobias Ceackit be⸗ ſtätigt werden.

Nach Beſeitigung dieſer Präliminarien fing Sikes an, auf beunruhigende Weiſe Branntwein zu trinken, die Brechſtange zu ſchwingen und zu gleicher Zeit die un⸗ muſikaliſchſten Bruchſtücke von Liedern nebſt fürchterlichen Flüchen hervorzupoltern. Endlich beſtand er in einem Anfalle von Begeiſterung für ſein Geſchäft darauf, ſein Käſtchen mit dem Geräthe zum Einbruche zu zeigen; kaum aber war er mit demſelben hereingeſtolpert und hatte das Käſtchen geöffnet, um die Einrichtung und den Gebrauch eines jeden Werkzeuges zu erklären, als er über daſſelbe auf den Boden der Länge nach hinfiel, und da, wo er lag, einſchlief.

»Gute Nacht, Aennchen!« ſagte der Jude, nachdem er ſich wie vorher eingepackt hatte.

»Gute Nacht!«

Ihre Blicke begegneten einander und der Jude ſah ſie ſcharf an. Es war kein Falſch in ihr; ſie meinte es ſo wahr, als es Tobias Crackit ſelbſt nur immer meinen konnte. Der Jude bot ihr nochmals gute Nacht, gab hinter ihrem Rücken dem daliegenden Sikes einen heim⸗ lichen Tritt und tappte die Treppe hinunter. 3

»Immer das Alte,« murmelte der Jude bei ſich, als er weiter ging.»Das Schlimmſte an den Weibern iſt, daß das Geringſte ein längſt vergeſſenes Gefühl in ihnen eerregt, und das Beſte, daß es nie lange anhält. Ha! ha! Den Jungen für einen Beutel voll Gold!«

Mit ſolchen angenehmen Gedanken unterhielt ſich Fa⸗