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12 Oliver Twiſt.
„»Wann ſoll es geſchehen?« fragte Aennchen, und un⸗
terbrach dadurch eine gewiſſe Ausrufung des Sikes, wo⸗ durch derſelbe ſeinen Widerwillen gegen Fagins erheu⸗
chelte Gutmüthigkeit ausdrücken wollte.
»Ja, Bill, wann ſoll es geſchehen?« wiederholte der Jude.
»Ich habe mit Tobias auf übermorgen Nacht Abrede getroffen,« antwortete Sikes mürriſch,»im Falle er nicht anderes von mir höre.«.
»Gut,« erwiederte der Inde;»Mondenſchein iſt es nicht.«..
»Nein,“« ſagte Sikes.
»Iſt Alles in Ordnung, wie Ihr die Sachen weg⸗ bringt?« fragte der Jude.
Sikes nickte.
»Und wegen—«
»Es iſt Alles abgemacht,« fiel Sikes ein,»kümmere
Dich nicht um das Einzelne. Du haſt weiter nichts zu
zu thun, als morgen Abend den Jungen hierher zu brin⸗ gen; ich werde eine Stunde nach Tagesanbruch mich auf den Weg machen. Dann hältſt Du Dein Maul und den Schmelztigel bereit; ſonſt haſt Du dabei nichts zu thun.⸗
Nach einigem Hin⸗ und Herreden, an welchem alle Drei lebhaft Antheil nahmen, wurde ausgemacht, daß Aennchen nächſten Abend zu dem Juden kommen ſollte, um Oliver abzuholen; denn Fagin bemerkte ſchlau, wenn der Junge Abneigung zeige, werde er am willigſten das Mäͤdchen begleiten, das ſich kürzlich für ihn verwendete. Man kam auch überein, daß der arme Oliver für das beabſichtigte Unternehmen der Aufſicht und Obhut Wil⸗ liam Sikes' völlig und unbedingt überlaſſen werde, daß der genannte Sikes mit ihm verfahren dürfe, wie er es für gut finde, und dem Juden für nichts verantwortlich


