Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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10 Oliver Twiſt.

»Was aber?« fragte Sikes.

»Ich weiß nicht, ob ſie vielleicht wieder rappelköͤpfig iſt, wie letzbil, erwiederte der Jude.

Jungfer Anna brach bei dieſem Geſtändniſſe in ein lautes Gelächter aus, trank ein Glas Branntwein und ſchüttelte wie herausfordernd den Kopf, betheuerte aber ihre gute Geſinnung, ſo daß der Jude zufrieden nickte.

»Nun, Fagin,« fuhr das Mädchen lachend fort,»ſpre⸗ chen Sie immer mit Bill über Oliver.«

»Du biſt doch die pfiffigſte Kreatur, die ich geſehen habe,« ſagte der Jude, indem er ſie auf den Nacken klopfte.»Ich wollte allerdings von Oliver ſprechen. Ha! ha! hal«.

»Was iſt mit ihm?« fragte Sikes.

»Er iſt ein Junge für Dich, Freund,« erwiederte der Jude leiſe, indem er einen Finger an die Naſe legte und teufliſch lachte.

»Er?« rief Sikes?.

»Nimm ihn, Bill,« ſagte das Miͤdchen.»Ich würde es an Deiner Stelle thun. Er mag nicht ſo geſcheit ſein als die andern, aber das iſt ja auch nicht nöthig, wenn

er bloß eine Thür für Euch aufzumachen hat. Verlaß

Dich darauf, er iſt ſicher, Bill.«

»Ja, er iſt es,« beſtätigte Fagin; er hat in den letz⸗ ten Wochen eine gute Schule gehabt, und es wird Zeit, daß er für ſein Brvt arbeitet. Ueberdies ſind die andern alle zu dick.«

»Er iſt allerdings gerade von der Stärke, wie er ſein muß,« bemerkte Sikes nachdenkend.

»Und er wird Alles thun, was Du von ihm verlangſt, lieber Bill,« ſetzte der Jude hinzu; er kann nicht anders, wenn Du ihn in Furcht jagſt.«

»In Furcht jagen?« wiederholte Sikes,»daran ſoll