184 Oliver Twiſt.
der arbeiten, und er hätte Unannehmlichkeiten haben können, wären wir nicht bei Seite gegangen. Das war der Grund, nicht wahr, Bates?«
Bates nickte, und würde auch etwas geſagt haben, aber er ſtellte ſich die Flucht Olivers wieder ſo lebhaft vor, daß ihm der Tabacksrauch in die falſche Kehle kam und er fünf Minuten lang huſten und mit Händen und Beinen zappeln mußte.
»Sieh her,« ſagte der Sappermenter, indem er eine Handvoll Geld aus der Taſche nahm.»Das iſt ein luſtiges Leben. Es iſt mehr dort, wo es herkam. Greif zu. Du willſt nicht? Ach, Du biſt dumm.“
»Es iſt böſe, nicht wahr, Oliver?« fragte Karlchen Bates.»Er wird gekitelt werden, nicht wahr?«
»Ich weiß nicht, was das heißen ſoll,« antwortete Oliver.
»So etwas,« erläuterte Karlchen, und er nahm ein Ende ſeines Halstuches, hielt daſſelbe in die Höhe, ließ den Kopf auf die Achſel hängen, gab einen ſeltſamen Ton durch die Zähne von ſich und wollte durch dieſe pantomimiſche Darſtellung zeigen, daß Kitzeln und Hängen eines und daſſelbe ſei.»Das heißt es,« fuhr er fort. »Sieh, John, was für Augen er macht! Ich ſah in mei⸗ nem Leben keinen ſo unwiſſenden Menſchen; er iſt mein Tod, gieb Acht.« Und Karlchen lachte wieder einmal und nahm die Pfeife wieder, während ihm die Thränen noch in den Augen ſtanden.
» Du haſt eine ſchlechte Erziehung genoſſen,« ſagte Dawkins, indem er zufrieden ſeine blankgewichſten Stie⸗ feln betrachtete;»aber Fagin wird noch etwas aus Dir machen; Du wäͤreſt ſonſt der Erſte, der nicht eingeſchla⸗
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