Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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k.

Oliver Twiſt⸗ 183

Damen wollen echte Chriſten ſein, und gleichen in vielen Stücken dem Pudel des Spitzbuben Sikes.

»Aber,« fuhr der Sappermenter fort und wendete ſich zu dem erſten Gegenſtande zurück,»das hat nichts mit dem da zu ſchaffen.«

»Warum gehſt Du nicht bei Fagin in die Lehre, Oliver?« fragte Karlchen.

»Und machſt nicht Dein Glück mit der Hand?« ſetzte der Sappermerter lächelnd hinzu.

»Es gefällt mir nicht,« antwortete Oliver ſchüchtern; vich wünſchte, ſie ließen mich gehen. Ich möchte lieber ſort.«

»Und Fagin möchte Dich lieber nicht laſſen,« er⸗ wiederte Karlchen.

Oliver wußte das wohl, da er aber bedachte, es könne ihm Gefahr bringen, ſeine Meinung offener aus⸗ zuſprechen, ſo ſeufzte er bloß und putzte weiter an den Stiefeln.

»Geh!« rief der Sappermenter;»wo iſt Dein Muth? Haſt Du keinen Stolz in Dir? Möchteſt Du von Dei⸗ nen Freunden abhangen?«

»Die da blaſen!« ſagte Karlchen, indem er zwei oder drei Tücher aus der Taſche nahm und hinwarf,» das iſt nichts Gemeines.

»Ich könnte es nicht thun,« meinte der Sapper⸗ menter mit hochmüthiger Verachtung.

»Ihr könnt aber Eure Freunde verlaſſen,« ſagte Oliver mit halbem Lächeln,» und ſie ſtrafen laſſen für das, was Ihr thatet.«

»Das,«entgegnete der Sappermenter, und bewegte dabei gravitätiſch die Pfeife,»geſchah bloß aus Rückſicht auf Fagin; denn die Häſcher wiſſen, daß wir mit einan⸗