178 Oliver Twiſt.
Achtzehntes Kapitel.
Wie Oliver ſeine Zeit in der vortrefflichen Geſellſchaft ſeiner achtbaren Freunde verbrachte.
Am nächſten Mittag, als der Sappermenter und Karl⸗ chen Bates an ihre gewöhnlichen Geſchäfte gegangen waren, benutzte Fagin die Gelegenheit, Oliver eine lange Predigt über die himmelſchreiende Sünde der Undank⸗ barkeit zu halten, deren er ſich in hohem Grade ſchuldig gemacht habe, indem er die Geſellſchaft ſeiner Freunde verlaſſen, und noch mehr, indem er zu entfliehen geſucht, nachdem man es ſich ſo viele Mühe und Zeit habe ko⸗ ſten laſſen, ihn wieder zu erlangen. Fagin hob es ſehr heraus, daß er Oliver aufgenommen und genährt habe, als er ohne ſeine Hülfe vielleicht verhungert wäre, und erzählte die traurige und rührende Geſchichte eines Kna⸗ ben, den er in ſeiner Menſchenliebe ebenfalls unterſtützt, der ſich aber ſeines Vertrauens unwürdig gemacht, eine beſondere Anhänglichkeit an die Polizei verrathen habe
und eines Tages endlich gehenkt worden ſei. Fagin ver⸗
heimlichte es nicht, daß er viel zu dieſem Ende beigetra⸗ gen, beklagte es aber mit Thränen in den Augen, wie das Betragen jenes Burſchen es nöthig gemacht, daß er das Opfer eines Zeugniſſes geworden, das, wenn auch nicht gerade ganz wahr, zu ſeiner(Fagins) und einiger Freunde Wohl durchaus nöthig geweſen ſei. Fagin ſchloß mit einer ſehr abſchreckenden Schilderung des Ver⸗ gnügens, gehenkt zu werden, und ſprach endlich die Hoff⸗
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