Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 171

Nach einigem Rufen wurde Karl gefunden, und nachdem ſein Geſicht an dem Brunnen gewaſchen und an der Schürze der Frau Mann abgetrocknet worden war, wurde er vor den gefürchteten Bumble geführt.

Das Kind war blaß und hager, ſeine Wangen einge⸗ fallen und ſeine Augen groß und glänzend. Die ärm⸗ liche Kleidung, die Livrée ſeines Elendes, ſchlotterte weit um ſeinen ſchwächlichen Körper, und ſeine jungen Glieder waren abgezehrt wie die eines alten Mannes.

Das war der Knabe, der zitternd vor dem Vogte ſtand, nicht wagte, ſeinen Blick von dem Boden zu er⸗ heben und ſich ſelbſt vor der Stimme Bumble's fürchtete.

»Kannſt Du den Herrn nicht anſehen, böſer Bube?« ſagte Frau Mann.

Das Kind erhob ſchüchtern ſeine Augen und begeg⸗ nete den Blicken Bumble's.

»Was fehlt Dir, Gemeinde⸗Karl?« fragte Herr Bumble gut gelaunt.

»Nichts, Sir,« antwortete das Kind.

»Das ſollte ich auch meinen,« ſetzte Frau Mann hinzu.

»Ich möchte« ſtotterte das Kind.

»Was?« fiel Fran Mann ein;»ich will nicht hof⸗ fen, daß Du ſagen willſt, es fehle Dir doch etwas? He?«

»Still, Fran Mann, ſtill!« ſprach der Vogt, in⸗ dem er ſeine Hand gravitätiſch erhob.»Was möchteſt Du?«

»Ich möchte,« ſtotterte das Kind,»Jemand, der ſchreiben kann, ſchriebe ein paar Worte für mich auf ein Stückchen Papier, legte es zuſammen, ſiegelte es zu und behielte es für mich, wenn ich begraben bin.«

»Was meint der Knabe?« fragte Bumble, auf den