Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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* Oliver Twiſt.

Siebenzehntes Kapitel.

Olivers Schickſal wendet ſich noch immer nicht zum Beſſern und bringt einen großen Mann nach London, um ſeinem Rufe zu ſchaden.

Es iſt auf der Bühne in allen echt mörderiſchen Melodramen herkömmlich, die tragiſchen und komiſchen Scenen ſo regelmäßig auf einander folgen zu laſſen, wie das Rothe und Weiße in gut durchwachſenem Schinken. Der Held ſinkt, von Ketten und Unglück niedergedrückt, auf ſein Strohlager, und in der näch⸗ ſten Scene regalirt ſein getreuer Knappe, der von nichts weiß, das Publikum mit einem komiſchen Geſange. Wir ſehen mit klopfendem Herzen die Heldin in den Händen eines ſtolzen und rückſichtsloſen Barons; ihre Tugend und ihr Leben iſt in Gefahr, und ſie zieht den Dolch, um die erſtere auf Koſten der letzteren zu retten; aber eben, wenn unſere Erwartung auf das Höchſte ge⸗ ſteigert iſt, hoͤrt man ein Pfeifen, und wir ſehen uns in die große Halle des Schloſſes verſetzt, wo ein grau⸗ köpfiger Seneſchall einen drolligen Chor mit einer noch drolligeren Schaar Vaſallen ſingt.

Solche Veränderungen ſcheinen albern zu ſein, aber ſie ſind keinesweges unnatürlich. Im wirklichen Leben ſind die Uebergänge von wohlbeſetzter Tafel zum Todten⸗ bette, von der Trauerkleidung zum Feſtſchmucke nicht minder auffallend, und der große Unterſchied beſteht nur darin, daß wir hier nicht bloße Zuſchauer ſind, ſondern thätig mithandeln. 4

Da plötzlicher Scenenwechſel und ſchnelle Verände⸗