Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 165

»Ich dächte, er dürfe morgen ſeinen guten Anzug nicht anziehen,« bemerkte Karlchen.

»Allerdings nicht,« erwiederte der Jude mit demſel⸗ ben Lächeln, in welchem Karlchen geſprochen hatte.

Darauf nahm, ſcheinbar ſehr vergnügt, Karlchen Bates den geſprungenen Leuchter, führte Oliver in eine anſtoßende Küche, wo ſich einige von den Betten be⸗ fanden, auf denen er ſchon geſchlafen hatte, und brachte ihm unter unauslöſchlichem Gelächter den alten Anzug, den Oliver mit ſo vielem Vergnügen in dem Hauſe Brownlows weggegeben, und deſſen Ankauf durch den Juden Fagin dieſen zuerſt auf Olivers Spur gebracht hatte.

Oliver mußte ſeine neuen Kleidungsſtücke ablegen, Bates rollte dieſelben zuſammen, nahm ſie unter den Arm, ging damit fort, ließ Oliver im Finſtern zurück und ſchloß die Thüre hinter ſich zu.

Das Lachen Karlchens und die Stimme Jungfer Lieschens, die zu rechter Zeit kam, um ihrer Freundin Waſſer ins Geſicht zu ſpritzen und auf andere Weiſe zu deren Wiederbelebung behülflich zu ſein, würden glücklichere Menſchen als Oliver noch lange wach er⸗

halten haben, er aber war krank und müde und ſchlief bald ein.