Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt. 163 als die Maſern;»was ſoll das heißen? Soll mich Weißt Du, wer Du biſt, und was Du biſt?«

Ja wohl, ich weiß Alles,⸗ erwiederte das Mädchen lächelnd, waͤhrend ſie den Kopf herüber und hinüber warf, um zu zeigen, daß ihr Alles ganz gleichgültig ſei.

»So wirſt Du den Augenblick ſtill ſein,« fuhr Si⸗ kes brummend und knurrend fort, wie er ſeinen Hund anzureden pflegte,»oder ich werde Dich auf eine lange Zeit ſtill machen.«

Das Maͤdchen lachte von neuem, noch gefaßter als das erſte Mal, warf Sikes einen raſchen Blick zu, wendete dann ihr Geſicht ab und biß ſich in die Lippe, daß ſie blutete.

»Du haſt Urſache, Dich als edele Freundin für das Kind aufzuwerfen, wie Du den Jungen nennſt,« ſagte Sikes.

»Das will ich ihm ſein, ſo wahr Gott, der All⸗ mächtige, mir helfe!« rief das Mädchen in Leidenſchaft; vich wollte lieber auf der Straße erſchlagen oder an der Stelle derer ſein, bei welchen wir eben ſo dicht vorbeigingen, als daß ich Euch half, das Kind hierher zurückzubringen. Der Arme iſt von heute an ein Dieb, ein Lügner, ein Böſewicht; iſt das nicht genug für den alten Fuchs da? Muß er es auch noch ſchlagen?

»Sikes,« ſagte der Inde, in einem Tone der Ver⸗ nunft und nach dem Knaben deutend, der aufmerkſam auf Alles achtete, was geſchah;ſanfte Worte, Bill, ſanfte Worte!« 3

»Sanfte Worte!« rief das Mädchen, deſſen Leiden⸗ ſchaftlichkeit grauenvoll anzuſehen war.»Sanfte Worte! Ja, Ihr verdientet ſie von mir! Ich ſtahl für Euch, als ich noch ein Kind war, kaum halb ſo alt als dies

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