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Oliver Twiſt. 161
»Was giebt es da?« fragte der Jude.
»Das Mädchen iſt närriſch geworden,« antwortete Sikes wild.
»Nein, Fagin, nein,« erwiederte Aennchen noch bleich und athemlos von dem Kampfe.
„ So verhalte Dich ruhig,« ſprach der Jude mit ei⸗ nem drohenden Blicke.
»Ich will nicht ruhig ſein,« antwortete Aennchen ſehr laut.»Was denkt Ihr denn?«
Fagin kannte die Menſchenklaſſe, zu welcher das Mädchen gehörte, zu genau, als daß er nicht hätte wiſſen ſollen, es ſei unklug, weiter mit ihr zu ſtreiten. Er wendete ſich alſo an Oliver, nahm einen Knoten⸗ ſtock, der in einer Ecke lehnte, und ſagte:„Du woll⸗ teſt alſo davon laufen, he?«
Oliver antwortete nicht, ſondern ſah den Juden an und athmete ſchnell.
»Wollteſt Hülfe holen— die Polizei rufen, nicht wahr?« fuhr der Iude fort, indem er Olivers Arm er⸗ griff.„Das wollen wir Dir vertreiben.«
Der Jude gab Oliver mit dem Stocke einen kräfti⸗ gen Schlag und holte nochmals aus, als das Mädchen auf den Alten ſtürzte, ihm den Stock entriß und den⸗ ſelben mit ſolcher Gewalt in daß Feuer warf, daß die Kohlen in der Stube umherflogen.
»Das ſoll in meiner Gegenwart nicht geſcheheu, Fagin,« ſprach ſie.»Ihr habt das Kind, was wollt Ihr weiter? Laßt ihn gehen, oder ich vergreife mich an Euch ſo, daß ich vor meiner Zeit an den Galgen komme.«
Das Maäͤdchen ſtampfte gewaltig mit den Füßen auf den Boden, während ſie dieſe Drohung ausſprach, und mit zuſammengebiſſenen Lippen, mit geballten Fäuſten,
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