Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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160 Oliver Twiſt.

Sie mich hier, ſo lange ich lebe; aber, bitte, bitte, ſchicken Sie ihm dies zurück. Er glaubt ſonſt, ich habe es geſtohlen; die alte Frau und Alle, die ſo freundlich gegen mich waren, werden ſonſt glauben, ich ſei ein Dieb. Ach, haben Sie Erbarmen und ſchicken Sie Al⸗ les zurück.«

Bei dieſen Worten, die er in heftigem Schmerze

ſprach, fiel Oliver vor dem Juden auf die Kniee und faltete ſeine Hände in völliger Verweiflung. »Der Knabe hat Recht,« entgegnete Fagin, indem

er mit den Augen winkend herumſah und ſeine zottigen

Brauen zuſammenkniff.Du haſt Recht, Oliver, Du haſt Recht; man wird glauben, Du habeſt die Sachen geſtohlen. Ha! ha!« lachte er und rieb ſich die Hände.

Da ſprang Oliver auf, lief nach der Thüre zu und ſchrie hinaus ſo laut nach Hülfe, daß das alte Haus erbebte.

»Halt den Hund zurück, Bill!« rief Aennchen, die ſich an die Thüre ſtellte und dieſelbe verſchloß, als der Jude mit ſeinen beiden Zöglingen nacheilte;»halt' den Hund zurück; er zerreißt den armen Jungen.«

»Geſchähe ihm ſo recht,« antwortete Sikes, der ſich aus den Armen des Mädchens loszumachen ſuchte. »Laß mich los oder ich zerſchlage Dir den Schädel an der Wand!«

Mir einerlei, Bill, mir einerlei,« ſchrie das Mäd⸗ chen in heftigem Ringen mit dem Manne.»Erſt mußt Du mich erſchlagen, ehe der Hund das Kind freſſen ſoll.

»Das wird bald geſchehen,« antwortete Sikes zäh⸗ neknirſchend, wenn Du mich nicht losläſſeſt.«

Der Räuber ſchleuderte das Mädchen von ſich an das andere Ende der Stube, eben als der Jude und die beiden Knaben Oliver zurückbrachten.